|
Um einen einfachen und effizienten Support zu leisten, werden die Schulen
über das Internet mittels eines VPN (Virtual Private Network) mit dem
Schul-Support-Zentrum verbunden. Dabei stehen mehrere Technologien und Lösungen
zur Auswahl - im unserem Supportgebiet Gelsenkirchen wird momentan die kostengünstige
und flexible OpenSource-Software OpenVPN eingesetzt und erprobt, während
andere Städte sich z.B. für Hardwarelösungen von Cisco entschieden
haben.
Durch die direkte Anbindung der Schulen an das Schul-Support-Zentrum lassen
sich viele der Routineaufgaben oder anfallenden Supportaufkommen schnell,
effizient und kostengünstig ferngesteuert erledigen. Support-Mitarbeiter
müssen in vielen Fällen nicht mehr zu den Schulen herausfahren und
können Ferndiagnosen stellen oder die Schwere eines Problems genauer
einschätzen und Vorbereitungen treffen.
Lösung für VPN-Probleme mit DSL-Routern und dynamischen IP-Addressen
Durch den Einsatz von Software-VPN-Lösungen wie OpenVPN lassen sich
häufig auftretende Probleme mit handelsüblichen DSL-Routern umgehen,
die den so genannten Aggressive-Mode für IPSec nicht beherrschen. Das
bedeutet, dass diese Router keinen VPN-Tunnel aufbauen können, wenn dynamische
IP-Adressen zum Einsatz kommen, wie es bei den in den Schulen genutzten T@School-/
T-DSL-Anschlüssen üblich ist. Die Software-VPN-Lösung umgeht
das Problem, indem der VPN-Tunnel nicht vom DSL-Router, sondern vom Server
aufgebaut wird und der problematische Router lediglich für den Internetzugang
genutzt wird.
Virtual Private Networks (VPNs) sind – wie der Name schon verdeutlicht
– virtuelle Netzwerke, die über ein öffentliches, unsicheres
Netzwerk, wie das Internet, aufgebaut werden und durch starke Verschlüsselung
eine vertrauliche, private Kommunikation ermöglichen. Abbildung 1 zeigt
den prinzipiellen Aufbau eines VPN.

Abbildung 1 - Prinzipieller Aufbau eines VPN (vergrößern)
Dabei gibt es zwei unterschiedliche Szenarien
– die Anbindung eines ganzen Standorts (Site-to-Site) an ein internes
Netzwerk oder einzelner Personen (End-to-Site).
Anbindung der Schulen
Die Schulen, die vom Schul-Support-Zentrum betreut werden, werden üblicherweise
Site-to-Site an das Netzwerk des Schul-Support-Zentrums angebunden, so dass
sich auf einfache Weise im Fernzugriff diverse Fehler oder Störungen
beheben lassen. Diagnosen sowie die Überwachung kritischer Komponenten
lassen sich so ohne großen Aufwand durchführen.

Abbildung 2 - Site-to-Site VPN: Anbindung von Standorten (vergrößern)
Anbindung einzelner Personen
Weiterhin ist es möglich einzelnen Personen einen sicheren Zugang per
VPN zu entfernten Ressourcen zu ermöglichen.
- So können einzelne Support-Mitarbeiter entfernt auf die Infrastruktur
in Schulen zugreifen ohne vorbeifahren zu müssen.
- Lehrkräfte können von zu Hause arbeiten und trotzdem auf das Netzwerk
der Schule zugreifen.
- Support-Mitarbeiter können von Schulen sicher auf vertraute Informationen
im Support-Zentrum zugreifen.

Abbildung 3 - Endo-to-Site VPN: Anbindung von einzelnen Personen. (vergrößern)
Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte führen wir Tests und Installationen
von Lösungen unterschiedlicher Hersteller (u.a. Cisco, SonicWall, Astaro,
DrayTek (Vigor)) durch und entwickeln eigene Lösungen vorrangig mittels
leistungsfähiger und kostengünstiger OpenSource-Software wie Linux
in Verbindung mit anderen OpenSource-Projekten. Dabei setzen wird unterschiedliche
Arten von VPN ein, u.a. :
- SSL VPN mit OpenVPN als Software-only-Lösung zum
Aufbau von VPN-Tunneln von Server zu Server mit Zertifikaten/PKI. Kostengünstig,
einfach und sicher.
- IPSec VPN bevorzugt in Verbindung mit Hardware-Lösungen.
Performant, sicher und etabliert. Die typische VPN-Lösung.
- PPTP VPN falls es die Umstände erfordern. Nicht
so sicher wie SSL VPN und IPSec VPN, aber im Windows-Umfeld noch weit verbreitet.
Bei der Einbindung einer Schule in den Support werden üblicherweise
die folgenden Schritte durchgeführt:
-
Als erstes wird eine Bestandsaufnahme der in der Schule vorhandenen
Hard- und Software durchgeführt
-
Anschließend wird auf Basis der eingesetzten Hard- und Software-Konfiguration
in der Schule ein kostengünstiges und leistungsfähiges Konzept
für die jeweilige Schule bzw. den Schulträger erarbeitet.
-
Da VPN eine Basistechnologie darstellt, können nun weitere Dienste
mit zusätzlichem Nutzen aufgebaut werden.
Durch die dauerhaft bestehende Anbindung der Schulen an das Schul-Support-Zentrum
können – falls gewünscht – weitere Dienste angeboten
werden, wie
- Netzwerkmanagement, wodurch Störungen des Netzwerks sofort bemerkt
und delegiert werden können,
- Systemmanagement, wodurch sich Software und Betriebssystem automatisch
installieren und pflegen lassen.
Somit kann die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit der Schulnetzwerke
entscheidend gesteigert werden sowie ausgereiftes Softwaremanagement eingesetzt
werden. Abbildung 2 zeigt ein mögliches Anwendungsszenario.

Abbildung 2: Anwendungsszenario: Remote-Administration, Netzwerk- und Systemmanagement über VPN.
(vergrößern)

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
|